Samanovics 40 Punkte zu wenig
Werner Korbjäger warten weiter auf zweiten Saisonsieg
Vor 300 Zuschauern deutete sich aber Besserung an. Zum ersten Mal hatte Trainer Ivan Rosic seine komplette Mannschaft aufgeboten – auch Neuzugang Enrico Kufuor stand erstmals für den TV 03 auf dem Feld.
Allerdings war den Gastgebern anzumerken, dass ein geregelter Trainingsbetrieb erst seit einigen Tagen möglich ist, dass einigen Spielern noch die Puste fehlt – und dem Team vor allem im taktischen Bereich noch das Feintuning. Das, so hofft Rosic, wird sich bis in einer intensiven Trainingswoche bis zum kommenden Samstag ändern. Dann bestreiten die Werner das wichtige Spiel beim Aufsteiger Bonn-Meckenheim.
Für die Gastgeber begann das Derby alles andere als gut. Nils Isermann brachte den SVD bereits nach fünf Sekunden in Führung, und nur 75 Sekunden später hatte Fred Meinert bereits sein zweites Foul auf dem Konto. Bis zum Ende der ersten Viertels (15:28) hielt Marko Samanovic (40 Punkte) sein Team im Spiel, erzielte alle Treffer aus dem Feld.
Spätestens mit Beginn des zweiten Viertels wurde mehr als deutlich, wo die Schwerpunkte liegen: Werne setzte mit Samanovic und Freienstein auf seine Größenvorteile, Dortmund mit „kleiner“ Besetzung auf eine aggressive Defense und sichere Würfe von außen.
Als Dortmunds Johannes Grothe von dem schwachen Schiedsrichter-Gespann Mirko Schäfer/Danjana Rey ein unsportliches Foul aufgebrummt bekam, sorgten Freienstein mit zwei Freiwürfen und Samanovic mit einem Dreier beim anschließenden Ballbesitz für ein Fünf-Punkte-Spiel und den Anschluss zum 36:43.
Doch postwendend bekam Marek Bienkowski ein Technisches Foul, und Dortmund zog wieder davon. Werne aber kämpfte, verkürzte durch Samanovic (26 Punkte alleine in der ersten Halbzeit) auf 41:47.
Nach der Pause folgte gleich der nächste Rückschlag: Wieder pfiffen Schäfer/Rey ein Technisches Foul bei Daniel Freienstein, was der SVD nutzte, um die Führung Mitte des dritten Viertels auf 17 Punkte auszubauen (60:43). Es war die frühe Entscheidung.
„Jedes Mal, wenn wir auf sechs, sieben Punkte dran waren, haben sie uns ein Technisches oder ein Unsportliches reingepfiffen“, ärgerte sich Trainer Ivan Rosic nicht nur über diese Entscheidungen, sagte aber auch: „Selbst wenn sie korrekt gepfiffen hätten, wäre es schwer für uns gewesen, heute zu gewinnen.“
Kategorie:
1. Herren (1RLH)
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Veröffentlicht
am 14.11.2011 um 15:37 Uhr.