Das Pokalhalbfinale in Recklinghausen
Die Starter in der Analyse

Der TV Werne 03 BB tritt am kommenden Samstag, dem 5. März 2011, um 19.30 in Recklinghausen zum Pokal Halbfinale an. Keine andere TV Werne Mannschaft konnte im Pokalwettbewerb je so weit vordringen. Es zeichnet sich das Event des Jahres an und wir messen uns wieder - wie in der letzten Saison - mit dem Lieblingsgegner Citybasket Recklinghausen. Beide Mannschaften kennen sich in- und auswendig und unter den Spielern bestehen mehr oder weniger große Freundschaften. Für die Fans ist es auch ein besonderes Duell: Im Endspiel 2010 wurden einige Citybaskets Fans handgreiflich, hier besteht keinerlei Freundschaft. Das Lazarett des TV Werne 03 BB vor dem Spiel ist groß, trotzdem besteht Hoffnung für den Sieg. Um euch Fans gut auf das Duell vorzubereiten, wird im folgenden Text die Starting Five beider Clubs analysiert.

Citybasket Recklinghausen

PG Mirko Bregulla
Der erfahrene Point Guard Mirko Bregulla spielt, wie zu erwarten war, eine solide Saison. Neben seinen 10.0 Punkten pro Spiel legt er auch 3.9 Vorlagen auf. In der gesamten letzten Woche konnte der Kopf des Teams nicht trainieren, er war verreist und Kiki Bruns übernahm gegen das Schlusslicht Velbert das Zepter des Aufbauspielers. Er machte seine Sache zwar sehr ordentlich, doch Bregulla kehrt gegen Werne zurück und ist gesetzt. Bregulla ist nicht dafür bekannt besonders gut mit Druck umzugehen (58% Freiwurfquote), wenn er ihn aber wider Erwarten nicht kriegen sollte, kann er sich schnell zum spielentscheidenen Faktor entwickeln. Auch sein Dreipunktewurf ist gefährlich (37,8%).

SG Cham Korbi
Cham Korbi ist der eigentliche Kopf der Mannschaft. Der Tunesier ist ein sehr vielseitiger Spieler. In der vergangenen Woche übernahm er für den fehlenden Point Guard Bregulla die Regie und verteilte 7 Assists. Cham trifft hervorragende 63,1% aus dem Feld und 42,6% von der Dreierlinie. Seine Kreise gilt es für den Samstag einzuschränken, denn er ist der Motor des Citybasket Team. Ein Ziel wird es sein, ihn zu vielen Turnovern zu zwingen. Dort "führt" er das Team mit 3.2 Ballverlusten pro Spiel an.

SF Felix Werner
Felix Werner ist vor der Saison von der BG Dorsten gekommen, wo er sich nicht durchsetzen konnte. Er ist mit seinen knapp 2 Metern ein besonders großer Flügelspieler. Trotzdem befindet sich der Schütze vorrangig hinter der Dreierlinie. Eigentlich ist er von der Position sehr gefährlich, er trifft aber über die Saison gesehen nur schlappe 25.7% aus der Distanz. Er ist nicht bekannt für seine defensiven Fähigkeiten, kann durch seine Größe aber auch Vierer verteidigen. Am Brett jedoch muss man nicht zu sehr auf ihn aufpassen: Er greifft lediglich 2.7 Rebounds pro Spiel ab.

PF Robert Franklin
Robert Franklin ist mit Abstand der effizienteste Spieler der Liga. Er erreicht durch seine hervorragende Rebound- und Punktearbeit im Schnitt einen Effizienzwert von 30 (zum Vergleich: Trevor ist trotz seiner starken Stats nur auf Rang 3 bei einer Effizienz von 25.8). Der US-Amerikaner trifft sensationelle 63,5% aus der 2-Punkte-Region, wobei er hier vor allem durch effektives Nachsetzen von Würfen punktet. Da liegt auch die Stärke des kräftigen Power Forwards: 11.2 Rebounds pro Spiel, wovon 4.2 offensiv sind. Seine Schwäche ist seine häufig hohe Foulbelastung und der Distanzwurf.

C Mark MacDonald
Mark MacDonald ersetzte den abgewanderten Center Whitney Harris. MacDonald ist Citybaskets drittbester Scorer mit 15.7 Punkten pro Spiel. Er ist das genaue Gegenteil von Harris, der als klassischer Brettcenter eingesetzt wurde. MacDonald ist häufig außerhalb der Zone zu finden und nutzt dort seinen treffsicheren Mitteldistanzwurf. Der Kanadier sammelt 7.0 Rebounds pro Partie und muss von den Werner Centerrecken hart verteidigt werden.



TV Werne

PG Matt Curtis
Der Aufbauspieler des TV Werne brilliert seit der Ankunft des ebenfalls nordamerikanischen Power Forward Wittwer. Curtis legte gegen Salzkotten ein Gala-Viertel hin (18 Punkte im 1. Viertel) und verteilte wieder fleißig Assists (6). Der Kanadier ist eindeutig der Chief auf dem Platz und zeigt wo es lang geht. Die Mannschaft orientiert sich an ihm und seit dem Weggang von Trivunovic ist er mit Wittwer das Anführer-Gespann. Curtis trifft 50% aus dem Feld und legt durchschnittlich 12.8 Punkte auf. Auch in der Defensive kann der flinke Guard aufgrund seiner schnellen Hände (2.3 Steals pro Spiel) überzeugen.

SG Thiemo Heptner
Thiemo Heptner verdient seine Minuten vorrangig in der Defensive. Durch seine schnellen Beine und Hände klebt er wie eine Klette am gegnerischen Spieler. Auch offensiv sind seine Fähigkeiten nicht zu verachten. Er spielt bereits seit einigen Jahren in Werne und ist bekannt für seine Treffsicherheit von jenseits der Dreierlinie. Im "Meisterschaftsendspiel" in der vergangenen Saison warf er einen enorm wichtigen Dreier zur Führung kurz vor Schluss. Thiemo macht seinen Job so hart wie kaum ein anderer.

SF Trevor Wittwer
Trevor Wittwer spielt bereits seine dritte Saison im Dress des TV Werne und erfreut sich großer Beliebtheit beim Publikum. Trevor ist ein einzigartiger Kämpfer, der keinen Ball verloren gibt und in der Offensive am liebsten den direkten Weg zum Korb sucht. Er trifft starke 59,6% aus dem Feld und lässt es auch gerne mal krachen. Er wirkt als würde er nie müde werden und sammelt 11.2 Rebounds pro Spiel. Durch seine Geschwindigkeit ist er auch in der Lage die Passwege zu stören und befindet sich aktuell auf Rang 4 mit 2.7 Steals pro Spiel. Trevor war zuletzt angeschlagen und es ist noch nicht 100%ig klar, ob er am Samstag auflaufen kann.

PF Max Schulze Pals
Max stoß während der laufenden Saison zum Team, doch er ist ein alter Bekannter. Bereits zu seiner Jugendzeit spielte der Junioren Nationalspieler für den TV Werne. Er ist mit seinen 2 Metern auf vielen Positionen variabel einsetzbar und verfügt über einen soliden Sprungwurf (35% Dreier Quote). In der Defensive muss der junge Lüdinghausener noch viel lernen, hat sich über die Saison gesehen hier jedoch stark verbessert. Sein bestes Spiel machte er beim Überraschungssieg gegen Schalke, wo er 21 Punkte erzielte. Er konnte sich beim UBC Münster nicht durchsetzen und kam auf durchschnittlich nur 5 Minuten Einsatzzeit. Beim TVW ist er zu einer wichtigen Stütze avanciert.

C Marko Samanovic
Marko ist einer der stärksten Big Man der Liga. Er ist genau das, was der TV Werne lange gesucht hat - ein echter Brettcenter. Er trifft starke 58,2% aus dem 2 Punkte Feld und angelt sich 7.4 Rebounds pro Spiel. Im Gegensatz zu anderen Big Men hat Marko auch ein weiches Handgelenk (74,4% Freiwurfquote). Er passt super in das Team und weiß im Lowpost immer was mit dem Ball anzufangen. Er wird sich defensiv gegen Robert Franklin beweisen müssen. Auch er hat sich im Laufe der aktuellen Saison stark verbessert, was zeigt, welche harte Arbeit er in sein Spiel steckt.


Wir hoffen, durch diesen Einblick in die Starting Fives der beiden Teams konnten wir euch etwas eines der wichtigsten Spiele der Saison vorbereiten. Wir hoffen auf eure Unterstützung am Samstag.

Kategorie:
1. Herren (1RLH)

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Veröffentlicht

am 03.03.2011 um 14:45 Uhr.

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