TV Werne - DJK Adler Bottrop 79:77 (20:15, 21:28, 20:16, 18:18)
TV Werne gewinnt glücklich gegen Bottrop
Von Philipp Struhkamp.
37 Sekunden vor Schluss: Es steht 77:77, der Außenseiter aus Bottrop hat den Ball und alle Trümpfe in der Hand. Noch 20 Sekunden: Anstatt im Korb landet das Spielgerät bei den Gastgebern, die sich dynamisch auf den Weg nach vorne machen. Die Zuschauer hält es nicht mehr auf ihren Sitzen und Derrick Breland schnappt sich den Ball. 1,8 Sekunden vor dem Ende bringt er den Ball, von vier Bottropern umringt, zum glücklichen 79:77-Sieg in den Korb. Bis dahin fehlte es den Werner an solchen genialen Momenten – zumindest den meisten. Denn einer drehte richtig auf und spielte die Gäste alleine schwindelig: Vladimir Krivokapic traf aus allen Lagen und brachte sein Team immer wieder zurück ins Spiel...
Das erste Viertel verlief noch weitgehend nach den Werner Vorstellungen. Mit 20:15 hatten sie die Adler aus Bottrop im Griff, die schon viele Fouls verzeichnen mussten. „Da haben wir eigentlich alles richtig gemacht“, sagte Coach Volker Kaiser.
Danach kämpfte sich Bottrop zurück ins Spiel. Mit drei ehemaligen Wernern auf dem Feld (Nils-Peter Eiffler, Jan König und Michael Bredenbeck) wollten sie sich nicht so leicht geschlagen geben. 41:43 stand es zur Halbzeit – und Werne lag das erste Mal zurück. Überrascht von der guten kämpferischen Einstellung von Bottrop schlichen sich mehr und mehr leichte Abspielfehler und eine schlechte Trefferquote in das Werner Spiel. Besonders die ehemaligen TVler bei den Gästen gaben alles: „Es macht natürlich besonders viel Spaß hier zu spielen und den Freunden auf der Tribüne zu zeigen, dass wir auch gut spielen können“, meinte Jan König, der auch von den Werner Fans zwischendurch bejubelt wurde.
Spielgestalter Chris Powell verabschiedete sich im dritten Viertel nach einem technischen Foul (zugleich sein fünftes) und konnte nicht mehr eingesetzt werden. „Das war natürlich besonders ärgerlich, denn die vielen jungen Spieler die wir eingesetzt haben konnten das Spiel nicht alleine entscheiden“, so Kaiser. Doch es gab ja noch Krivokapic. Der Aufbauspieler traf nervenstark etliche Freiwürfe und brachte sein Team fast im Alleingang wieder in Führung (61:59). Drei Drei-Punkte-Würfe kurz vor Schluss hielt sein Team weiter im Spiel, bevor Breland für die Entscheidung sorgte.
„Wir haben Herz bewiesen und hätten gewinnen können“, ärgerte sich der Coach von Bottrop Dejan Petrov. Er war vor vier Jahren Trainer bei Werne: „Wenn sie nicht gerade gegen uns spielen, bin ich immer noch für TVW“, schmunzelte Petrov. Sein Gegenüber, Volker Kaiser, war vom Spiel zwar nicht begeistert, aber: „Mund abputzen, Hauptsache wir haben gewonnen – nächste Woche geht’s weiter.“
TV Werne: Wiedey, Meinert (14/2), Breland (10), Rappl, Schulze-Pals (4), Krivokapic (36/5), Naber (2), Schulze Kalthoff, Niehuser (7/1), Powell (6)
Kategorie:
1. Herren (1RLH)
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Veröffentlichung
am 28.10.2007 um 19:34 Uhr
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