TV Werne - UBC Münster: 84:68 (38:34)
Westfalenderby: TV Werne demontiert UBC Münster
Die Gastgeber rissen das Publikum mit ihrer herausragenden kämpferischen Einstellung von den Sitzen – und die Münsteraner zumindest vorerst aus allen Aufstiegsträumen. Basis für den Erfolg des in 2011 weiter unbesiegten Aufsteigers: eine herausragende Defense, die die geballte Zweitliga-Erfahrung des UBC-Kaders und die beiden US-Amerikaner bei den Gästen überhaupt nicht zur Entfaltung kommen ließ.
Timothy Lamont Smith, kurz T.J., und Rahshon Jermane Clark blieben weit hinter allen Erwartungen zurück, kamen insgesamt auf nur 21 Punkte. Auch alle anderen wurden von hoch motivierten Wernern mürbe gekämpft, wie vor Wochenfrist schon der FC Schalke.
Nur in der Anfangsphase trumpfte der UBC auf, führte nach einem Dreier von Knoch mit 11:7. Und nach dem Korberfolg des Ex-Werners Federico Cozzo – ebenfalls mit einem Dreier – lagen die Gäste nach dem ersten Viertel auch noch 22:16 in Führung.
Aber dann: Münster produzierte in der Offensive unter dem starken Druck mehr und mehr Fehler, während die Gastgeber – so banal es klingen mag – über den Kampf ins Spiel fanden. Matthew Curtis traf zum 22:22, wenig später hatten die Werner mit einem 10:0-Run die 26:22- Führung gesichert.
Die Münsteraner blieben in dieser Phase genau fünf Minuten ohne Korberfolg – das sagt alles aus über die Art und Weise, wie intensiv der TV Werne seinen Gast bekämpfte. Matthew Curtis sorgte schließlich für die erste deutlichere Führung für die Gastgeber (38:31).
Dennoch war TV-Trainer Ivan Rosic zur Hahlbzeit nicht ganz wohl. Für seinen Geschmack „haben wir noch zu viel zugelassen. Ich habe noch einmal gesagt, dass es hier keinen Schönheitspreis geben wird. Das wird noch verdammt schwer.“
Einmal noch versuchte es sein Team bei einem missglückten Alley Oop mit einer Showeinlage, dann machten die Gastgeber ernst: Der stets präsente Matthew Curtis schoss erstmals eine Führung mit mehr als zehn Punkten heraus (52:41), dann schockte er die Gäste mit einem Buzzerbeater der besonderen Art.
Mit der Schlusssirene des dritten Viertels schoss er die Kugel aus der eigenen Hälfte heraus durch die Reuse – der TV führte vor den letzten zehn Minuten mit 64:52.
Münster, bis ins Mark getroffen von diesem frenetisch bejubelten Volltreffer, fand im letzten Viertel nicht mehr ins Spiel – umso mehr der TV Werne, der von seinem Publikum zu einer Glanzleistung getrieben wurde. Münster fand quasi nicht mehr statt. Und als Marko Samanovic – von der UBC-Defense nie unter Kontrolle zu bringen – den Korb zum 83:63 erzielte, war die Demontage der favorisierten Gäste auf dem Höhepunkt angelangt. Das Werner Team bekam stehende Ovationen von seinem Publikum. Und wer's nicht gesehen hat, hat richtig was verpasst.
TV Werne: Curtis (22), Meinert (2), Henke (2), Mbamba (6), Nolte, Brachhaus, Wittwer (19), Samanovic (25), Langos (5), Schulze Pals (3)
Kategorie:
1. Herren (1RLH)
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Veröffentlichung
am 13.02.2011 um 13:23 Uhr
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Derby Heim Sieg Spielbericht UBC Münster
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