SG Sechtem - TV Werne 90:74 (16:23, 22:18, 19:16, 33:17)
Schmerzliche Niederlage beim Spitzenreiter

„Der Sieg von Sechtem ist verdient. Aber er ist zu hoch ausgefallen“, meinte Trainer Ivan Rosic vom Basketball-Erstregionalligisten TV Werne nach dem letzten Auswärts-Punktspiel des Jahres beim Tabellenführer. Das ging mit 74:90 (23:16, 18:22, 16:19, 17:33) verloren. - (WA)

Fast 37 Minuten lang führte sein Team und hielt die Partie offen, dann bauten die Rheinländer ihren knappen Vorsprung ab dem 68:66-Zwischenstand entscheidend aus.

Die Werner hatten zuvor zu viel Energie gelassen, weil – so Ivan Rosic – sein Team gegen sieben Mann habe spielen müssen. Er ist eigentlich nicht der Trainer, der Schiedsrichter öffentlich kritisiert.

Doch am Samstag warf Rosic alle Vorsätze über Bord: „Eine Sechs als Note wäre zu großzügig für die Leistung, die die beiden gezeigt haben. Schiedsrichter sind dazu da, Spiel zu leiten, aber nicht dazu, Spiele zu entscheiden“, meinte er.

Was Rosic so in Rage brachte: Center Marko Samanovic wurde seine seiner Meinung nach schnell aus dem Spiel herausgepfiffen, kam insgesamt bis zu seinem fünften Foul deshalb nur auf gut 13 Minuten Spielzeit. In Anbetracht des Ausfalls von Daniel Freienstein (Mittelfußbruch) war's für das Spiel direkt am Korb bereits eine mittlere Katastrophe.

Dass Jens Langos nach einem Foul seines Gegenspielers – die Schiedsrichter be- straften dafür den Werner – verletzt nicht mehr weiterspielen konnte, war letztlich entscheidend. „Und auf der Gegenseite haben die bei Mitar und Matt drangehangen wie Kletten, aber die Schiedsrichter haben das durchlaufen lassen“, ärgerte sich Rosic über das zweierlei Maß.

Bedingt durch die Entscheidungen der Unparteiischen stand schließlich Max Schulze Pals – eigentlich kein Brettcenter – lange alleine auf weiter Flur, und Rosic war taktisch eingeschränkt. „Ich war gezwungen, viel mehr Zone zu spielen, als mir eigentlich lieb war.“

„Das soll Sechtems Leistung aber nicht schmälern“, meinte der Werner. Das soll aber durchaus die Leistung seiner Mannen herausstellen. Rosic: „Trotz dieser Eingriffe in das Spiel haben wir kein Technisches bekommen oder haben schlecht reagiert. Die Jungs haben super gekämpft.“

Vor allem zwei Spieler standen im Blickpunkt: Heimkehrer Schulze Pals, der volle 40 Minuten auf dem Feld stand und gute Werne hatte, und Neuzugang Kassim Mbamba, der 20 Punkte erzielte und fast 38 Minuten auf dem Feld stand. Rosic: „Eigentlich komisch für Spieler, die bei ihren alten Klubs kaum Spielzeiten hatten.“

TV Werne: Mbamba (20), Curtis (13), Schulze Pals (11), Samanovic (4), Langos (2), Meinert (2), Stern, Nolte, Heptner, König, Trivunovic.

Kategorie:
1. Herren (1RLH)

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Veröffentlichung

am 13.12.2010 um 10:03 Uhr

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