TV Werne – UBC Münster 73:72 (9:16, 25:21, 18:14, 21:21)
Krimi mit Happy-End

Es ist geschafft: einmal mehr düpiert der TV Werne den hohen Favorieten aus Münster, der offenbar in der Ballspielhalle eine Art Komplex entwickelt hat.

Wie im vergangenen Jahr brachte die Rosic-Truppe den Aufstiegsaspiranten die erste Saisonniederlage bei – Punkte, die in der Schlussrechnung fehlen könnten. „Jetzt hoffe ich, dass Werne auch Haspe schlägt“, so der Münsteraner Trainer Götz Rohdewald. Der UBC Münster unterstrich im ersten Viertel seine Favoritenrolle – der TV litt unter enormen Anlaufschwierigkeiten und traf den Korb einfach nicht. So versemmelte Topscorer Wittwer vier Freiwürfe in Folge – am Ende hatte der TV lediglich neun Punkte auf der Habenseite.

Ab dem zweiten Viertel präsentierte sich das TV-Team in ganz anderer Verfassung, Trainer Rosic hatte seine Schützlinge auf Kurs gebracht. Die hoch gelobte Münsteraner Defensive wurde richtig geknackt, 25 Punkte musste sie zulassen. Da nutzte auch die Ganzfeldpresse nichts, mit schnellem Passspiel nach vorne wurde sie geknackt. Dass Trainer Rohdewald mit seiner Abwehr zufrieden war, scheint eher das Ergebnis einer optimistischen Täuschung zu sein. Denn hätte Werne nicht so eine hundsmiserable Freiwurfquote (17 von 37) gehabt, wären für die Gastgeber locker 80 Punkte möglich gewesen.

Zur Taktik des TV Werne zählte auch, Federico Cozzo aus dem Spiel zu nehmen. „Der darf sich gar nicht erst warm werfen“, so TV- Trainer Rosic – und der Plan ging mit einer rotierenden Verteidigung auf. Am Ende gelangen Cozzo nur zwölf Punkte und nur ein Dreipunktewurf. Letztlich war aber entscheidend, dass der UBC die drei US-Amerikaner im TV-Trikot nicht in den Griff bekam – sie warfen 56 der 73 Werner Punkte.

Das Spiel war bis zur Schlusssekunde offen. 52:51 führte Werne vor dem letzten Viertel. Herzog brachten den UBC mit dem ersten Angriff 53:52 in Führung, doch dann klappte nichts mehr. Werne hatte einen 13:0-Lauf und führte vier Minuten vor dem Ende mit 66:63 – das war die Vorentscheidung. Dass die Partie wieder ausgeglichener wurde, war ein Verdienst von Jan Sprünken, der Verantwortung übernahm. Zwei Dreier in Folge und Nervenstärke bei Freiwürfen brachte den UBC zehn Sekunden vor der Schlusssirene auf einen Punkte heran – es sollte aber nicht mehr reichen.

TV Werne: Wittwer (21), Aaron (19), Goldsmith (16), Filipovic (6), Docenko (6), Langos (3), Manske (2), Rappl, Stachula, Lütteke, Tübel, Mersch

Kategorie:
1. Herren (1RLH)

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Veröffentlichung

am 23.09.2008 um 12:18 Uhr

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